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Evidence

Evidence: Der richtige Beleg für jede Aussage

Eine unbelegte Aussage ist nicht automatisch falsch. Sie muss aber als Annahme sichtbar bleiben, bis ein passender Beleg vorliegt.

Rechercheunterlagen, Laptop und Notizen für Quellenarbeit. Foto via Unsplash, Nutzung gemäß Unsplash-Lizenz.

Quellenarbeit im Businessplan bedeutet nicht, möglichst viele Links zu sammeln. Entscheidend ist, ob der Beleg zur Aussage passt.

Marktgröße

Eine Marktgrößen-Aussage braucht mehr als eine große Zahl. Gute Belege sind:

  • Branchenreports
  • öffentliche Statistiken
  • Datenbanken
  • nachvollziehbare Bottom-up-Herleitung
  • Vergleichszahlen aus ähnlichen Märkten

Red Flag: „Der Markt ist 20 Milliarden groß“ ohne Segment, Region, Jahr und Relevanz für den Markteintritt.

Zielgruppe

Zielgruppen werden besser durch Nähe als durch Statistik belegt.

Passende Belege:

  • Interviews
  • Beobachtungen
  • Pilotdaten
  • Warteliste
  • Nutzungsverhalten
  • konkrete Absichtserklärungen

Eine Studie kann Zielgruppenrelevanz unterstützen, ersetzt aber keinen Kontakt zur ersten Zielgruppe.

Zahlungsbereitschaft

Zahlungsbereitschaft ist stärker als Interesse.

Mögliche Belege:

  • bezahlter Pilot
  • Angebot oder LOI
  • Budgetaussage einer Entscheiderin
  • Vergleichspreise
  • Test mit Preisanker
  • tatsächliche Vorbestellung

„Alle fanden die Idee spannend“ ist kein Beleg für Zahlungsbereitschaft.

Wettbewerb

Wettbewerb sind nicht nur ähnliche Startups. Wettbewerb ist alles, was die Zielgruppe heute statt deiner Lösung nutzt.

Belege:

  • direkte Anbieter
  • interne Workarounds
  • Excel, E-Mail, Messenger, Papierprozesse
  • Agenturen oder Beratung
  • Nichtstun

Wirkung

Wirkung braucht Messlogik.

Mögliche Belege:

  • Vorher-Nachher-Vergleich
  • Zeitersparnis
  • Fehlerreduktion
  • Aktivierungsrate
  • qualitative Evaluation
  • Fallbeispiel

Das Ziel ist nicht, jede Aussage sofort perfekt zu beweisen. Das Ziel ist, Annahmen, Quellen und Entscheidungen sauber getrennt zu halten.